Die prestigeträchtige Autonummer «ZH 25» hat ihren Besitzer gefunden und sorgt nun auf den Strassen des Kantons Zürich für Aufsehen. Das begehrte Kontrollschild, das im vergangenen Sommer für die Rekordsumme von 126'000 Franken versteigert wurde, prangt mittlerweile an einem Fahrmischer der renommierten Zürcher Baufirma Kibag.
Spektakuläre Versteigerung im Sommer 2023
Die Versteigerung des Kontrollschilds «ZH 25» durch den Kanton Zürich hatte bereits im vergangenen Jahr für erhebliche Medienaufmerksamkeit gesorgt. Mit dem Erlös von 126'000 Franken stellte diese Autonummer einen neuen Rekord bei Schweizer Kontrollschild-Versteigerungen auf. Die zweistellige Nummer gehört zu den begehrtesten Kategorien, da sie sowohl Exklusivität als auch Prestige verkörpert.
Solche Versteigerungen sind im Kanton Zürich mittlerweile zu einer etablierten Einnahmequelle geworden. Die Erlöse fliessen in die Staatskasse und tragen zur Finanzierung verschiedener kantonaler Projekte bei. Besonders niedrige Nummern erzielen regelmässig Höchstpreise, da sie als Statussymbole gelten.
Kibag als überraschender Käufer
Dass ausgerechnet die Kibag AG als Käuferin des teuren Kontrollschilds in Erscheinung tritt, überrascht auf den ersten Blick. Das traditionsreiche Zürcher Bauunternehmen, das für seine Beton- und Asphaltproduktion bekannt ist, hätte das prestigeträchtige Nummernschild durchaus an einem repräsentativen Firmenfahrzeug anbringen können.
Stattdessen entschied sich die Firma für eine unkonventionelle Lösung: Das 126'000-Franken-Schild ziert nun einen ihrer Fahrmischer – jene markanten Betonmischer-Lastwagen, die täglich auf Zürcher Baustellen im Einsatz stehen. Diese Entscheidung zeugt von einem gewissen Pragmatismus und vielleicht auch von Humor seitens der Unternehmensführung.
Marketingeffekt für das Bauunternehmen
Aus Marketing-Sicht erweist sich diese Strategie als durchaus clever. Der Fahrmischer mit der prominenten Nummer wird auf den Strassen des Kantons Zürich garantiert für Aufmerksamkeit sorgen und das Unternehmen im Gespräch halten. Die Investition in das teure Kontrollschild könnte sich somit als wirkungsvolle Werbemassnahme erweisen.
Die Kibag AG, die seit Jahrzehnten zu den führenden Bauunternehmen der Region gehört, demonstriert mit dieser Aktion auch ihre Verbundenheit zum Kanton Zürich. Das Unternehmen ist an verschiedenen Grossprojekten beteiligt und prägt das Stadtbild durch seine Bautätigkeit massgeblich mit.
Trend zu teuren Autonummern hält an
Der Fall illustriert den anhaltenden Trend zu immer teureren Kontrollschildern in der Schweiz. Während früher hauptsächlich Privatpersonen solche Summen für prestigeträchtige Nummern ausgaben, zeigen nun auch Unternehmen zunehmendes Interesse an dieser Form der Selbstdarstellung. Die Kombination aus Exklusivität und Aufmerksamkeit macht teure Kontrollschilder zu einem attraktiven Marketinginstrument.