Mysteriöse Schlammquellen am Zürichsee geben Behörden Rätsel auf

Zwischen Au und Horgen sprudeln seit Donnerstag unbekannte Schlammquellen am Zürichsee-Ufer. Mehrere Behörden untersuchen das Phänomen.

Am Ufer des Zürichsees zwischen den Gemeinden Au und Horgen beschäftigt seit vergangenen Donnerstag ein ungewöhnliches Naturphänomen die örtlichen Behörden. Mehrere Schlammquellen sind plötzlich aus dem Seeboden aufgetreten und sprudeln seither kontinuierlich vor sich hin.

Ungewöhnliches Phänomen am Zürichsee

Das seltsame Schauspiel wurde erstmals am Donnerstagmorgen von Spaziergängern beobachtet und den zuständigen Behörden gemeldet. Die Quellen befinden sich im Uferbereich zwischen den beiden Zürichsee-Gemeinden und sind deutlich sichtbar. Aus mehreren Stellen sprudelt dabei eine schlammige Substanz empor, deren Herkunft und Zusammensetzung bislang ungeklärt sind.

Experten verschiedener Fachbereiche sind mittlerweile vor Ort, um das Phänomen zu untersuchen. Sowohl die Gemeindebehörden von Au und Horgen als auch kantonale Stellen haben sich der Sache angenommen. Die Untersuchungen konzentrieren sich dabei sowohl auf die Ursachen als auch auf mögliche Umweltauswirkungen.

Mehrere Behörden koordinieren Abklärungen

Die Kantonspolizei Zürich hat den Bereich vorsorglich abgesperrt, um Untersuchungen zu ermöglichen und potenzielle Gefahren für die Öffentlichkeit auszuschliessen. Gleichzeitig arbeiten Spezialisten des Amtes für Abfall, Wasser, Energie und Luft (AWEL) daran, Proben der austretenden Substanz zu analysieren.

Auch Geologen sind in die Abklärungen einbezogen, da die Schlammquellen möglicherweise auf unterirdische Veränderungen oder Bewegungen im Seeboden hinweisen könnten. Der Zürichsee ist geologisch gesehen ein komplexes System, und derartige Phänomene können verschiedene Ursachen haben.

Ursachenforschung läuft auf Hochtouren

Bislang können die Behörden nur spekulieren, was das plötzliche Auftreten der Schlammquellen verursacht haben könnte. In Frage kommen natürliche geologische Prozesse ebenso wie menschliche Einflüsse. Experten schliessen derzeit weder Bauarbeiten in der Nähe noch natürliche Sedimentbewegungen als Auslöser aus.

Die Wasserqualität des Zürichsees wird in diesem Zusammenhang besonders genau überwacht. Erste Messungen haben bislang keine Auffälligkeiten ergeben, doch die detaillierten Laboranalysen der Schlammproben stehen noch aus.

Bevölkerung wird zur Vorsicht ermahnt

Die Behörden appellieren an Spaziergänger und Erholungssuchende, den abgesperrten Bereich zu meiden und die Schlammquellen nicht zu berühren. Solange die Zusammensetzung der austretenden Substanz nicht geklärt ist, kann nicht ausgeschlossen werden, dass gesundheitliche Risiken bestehen.

Die Untersuchungen werden voraussichtlich noch mehrere Tage in Anspruch nehmen. Die Öffentlichkeit soll über die Ergebnisse informiert werden, sobald diese vorliegen.