Stadtrat Daniel Leupi: Neue Beziehung sorgt für Diskussionen

Zürichs Finanzvorsteher Daniel Leupi hat eine neue Partnerin gefunden - eine ehemalige Reinigungskraft der Stadtverwaltung. Warum dies für Gesprächsstoff sorgt.

Der Zürcher Finanzvorsteher Daniel Leupi hat eine neue Partnerin an seiner Seite, was in der Limmatstadt für erheblichen Gesprächsstoff sorgt. Der 60-jährige Grünen-Politiker ist mit einer 47-jährigen Frau liiert, die bis vor kurzem als Reinigungskraft bei der Stadt Zürich beschäftigt war.

Begegnung in den Amtsgebäuden der Stadt

Die neue Partnerin des Stadtrats arbeitete bis Ende Februar dieses Jahres für die städtische Immobilienabteilung im Hochbaudepartement. Zu ihren Aufgaben gehörte unter anderem die Reinigung verschiedener städtischer Gebäude, darunter auch die Regionalwache der Stadtpolizei im Amtshaus 1. Dort kreuzten sich offenbar die Wege der beiden, da Leupi als Stadtrat regelmässig in den verschiedenen Verwaltungsgebäuden der Stadt Zürich verkehrt.

Bei der Dame handelt es sich um eine spanisch-dominikanische Doppelbürgerin, die inzwischen auch bereits an verschiedenen politischen und gesellschaftlichen Anlässen an der Seite des Finanzvorstehers gesehen wurde. Aufmerksame Beobachter konnten sie bereits auf mehreren Instagram-Profilen von Zürcher Politikern entdecken, wo sie bei gemeinsamen Ausflügen und Veranstaltungen mit Stadtratsmitgliedern zu sehen war.

Keine rechtlichen Interessenkonflikte

Die Medienstelle des Finanzvorstands stellte auf entsprechende Anfragen hin klar, dass zu keiner Zeit ein Interessenkonflikt bezüglich Leupis Funktion als Stadtrat bestanden habe. Dies ist insofern bemerkenswert, als Leupi selbst im Jahr 2023 massgeblich an der Ausarbeitung eines neuen Leitbilds für das Personalrecht der Stadt Zürich beteiligt war.

Neue Regelungen für Beziehungen am Arbeitsplatz

Dieses Regelwerk zur «Vermeidung von Interessenkonflikten aufgrund von privaten Beziehungen» hält explizit fest, dass Beziehungen zwischen städtischen Angestellten grundsätzlich Privatsache seien. Problematisch werden sie erst dann, wenn sich daraus widersprechende Interessen ergeben könnten - etwa bei Hierarchie- oder Abhängigkeitsverhältnissen, gemeinsamen Entscheidungsbefugnissen oder gegenseitigen Kontrollfunktionen.

Im Fall von Leupi und seiner neuen Partnerin scheinen solche Konflikte nicht bestanden zu haben, da zwischen einem Stadtrat und einer Reinigungskraft keine direkten beruflichen Abhängigkeiten bestehen. Dennoch zeigt der Fall auf, wie sensibel das Thema private Beziehungen innerhalb der Stadtverwaltung behandelt werden muss.

Privatsphäre bleibt geschützt

Der Finanzvorsteher selbst hält sich bedeckt, was Details zu seinem Privatleben angeht. Über sein Sekretariat liess er ausrichten, dass er Familie und persönliche Beziehungen schon immer aus der Öffentlichkeit herausgehalten habe und dies auch weiterhin so handhaben werde. Leupi ist seit 2023 von seiner früheren Ehefrau getrennt.

Die Geschichte erinnert durchaus an Hollywood-Romanzen, in denen sich Menschen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Schichten begegnen und verlieben. Für die Zürcher Politik ist es jedoch vor allem ein Beispiel dafür, wie wichtig klare Regelungen für den Umgang mit privaten Beziehungen in der öffentlichen Verwaltung sind - Regelungen, die Leupi selbst mit geprägt hat.